Der letzte Spieltag ist Geschichte. Nach vielen Träumereien, nach vielen Rückschlägen, nach vielen STB-Teams mit vielen tollen Namen und nach viel zu vielen zweiten Plätzen, ist es nun endlich passiert: Der Stahlball gewinnt die Landesliga! 🥳
Die Voraussetzungen waren klar vor dem letzten Spieltag: Beide Teams haben es selbst in der Hand. Mit 2 Siegen aus 2 Begegnungen gewinnt 3000 die Liga und Bisous bleibt in Liga 1. Also Plan Teflon – nichts anbrennen lassen.
Leichter gesagt als getan; noch nie hatten wir es am letzten Spieltag derart selbst in der Hand. Ungewohnt, aber es scheint uns zu liegen:
Bisous ringt als erstes Chemnitz 2 nieder und holt sich danach auch noch den Sieg gegen das starke Team von Halle 1 und hat somit mit den Abstiegsplätzen aber mal sowas von gar nichts zu tun.
3K hat als erstes die SG Leipzig vor der Brust, mit den Stahlbällen Susann, Hakka, Dago und Fux im Team. Die formschönen Hawaii-Hemden der Gegner konnten aber nichts dran ändern, dass die Begegnung 4:1 zugunsten unseres Lieblingsballes ausging. Leider konnte die SG auch die letzte Begegnung nicht gewinnen und steigt somit leider in die 2. Liga ab.
Dort werden sie dann aber auch auf weitere Stahlbälle treffen – nämlich auf den Gender Chaos Club.
Die neugegründete Spielgemeinschaft aus Stahlbällen und Spieler*innen des Roten Stern Leipzigs lieferte eine sehr überzeugende erste Saison ab und verfehlte nur um ein einziges Spiel den Aufstieg in die oberste Landesliga. Trotzdem ein sehr starker dritter Platz in Liga 2, der Großes erahnen lässt für die nächste Saison.
Besser lief es in Liga 2 nur für den letzten bisher unerwähnten Stahlball: Jule spielt sich mit der SG Oberlausitz an die Spitze der Liga und sorgt somit für weitere vereinsinterne Duelle in der nächsten Saison. Glückwunsch!
In der letzten Begegnung des Tages gab es für STB3000 dann noch ein Novum: Zum ersten mal in dieser Saison hat es 3K geschafft beide Tripletten zu gewinnen (lol). Nach zwei weiteren gewonnenen Doubletten war der Drops dann endgültig gelutscht. Stahlball ist Meister und spielt um die Bundesliga. Sektkorken knallen. Eine riesige Freude, aber irgendwo auch ein großes Stück Erleichterung, nach so vielen 2. Plätzen und den immer wiederkehrenden „Aber nächstes Jahr dann…“ Sprüchen unserer Freund*innen und Gegner*innen.
Denn irgendwie schwingt das Thema Bundesliga seit der Gründung des Stahlballs immer ein Stück weit mit…

Wir schreiben den 23. April 2017. Es ist ein regnerischer Tag in Leipzig Gohlis und der Leipziger Pétanque Club ist Gastgeber für den ersten Ligaspieltag der 14. Saison des PV Ost. Aufgrund einiger neuer Teams im Landesverband, wird das erste mal seit vielen Jahren in zwei Ligen gespielt. Mit dabei bei der neuen 2. Landesliga; 8 Freund*innen, die ihren heiß geliebten Lene-Voigt-Park verlassen haben, um ihre Kugelkünste mit anderen Verrückten aus Nah und Fern zu messen. Ausgestattet mit Lizenzen vom Leipziger Pétanque Club, einer selbstgenähten Fahne und selbstgebatikten T-Shirts in der Farbe „Sonnenuntergang“, betrat der „Stahlball Reudnitz“ erstmalig die Bühne des PV Ost.
Die erste und einzige Begegnung an diesem Tag wurde souverän mit 5:0 und 65:18 eingetütet und in dem Stile ging es dann durch das Jahr. Nach 3 Spieltagen stand es dann fest: Stahlball gewinnt ungeschlagen die 2. Liga! Nach dem Jubel über Meisterschaft und Aufstieg, offenbarte sich aber rasch der wahre Endgegner der Saison: Die Ligaordnung! Da die anderen beiden Teams des LPCs in Liga 1 die Klasse halten konnten und maximal 2 Teams eines Vereins in der ersten Liga sein können, war der Traum vom Aufstieg geplatzt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ging es also zurück nach Reudnitz um bei einem hemmungslosen Besäufnis über weiteres Vorgehen zu beratschlagen. Was tun? Weiter für den LPC zu spielen hieße im nächsten Jahr wieder in der selben Situation sein zu können. Also wohl eine Spielgemeinschaft gründen, wie es damals viele gemacht haben. Allerdings gab es da einen Haken. Einen Haken, den als solchen zu bezeichnen an Arroganz grenzte, aber ein Haken, der uns nicht mehr aus den Köpfen gehen sollte…
Spielgemeinschaften können nicht in die Bundesliga aufsteigen….und somit wurde 2 Monate später der Stahlball e.V. gegründet. Um dann direkt mit 2 Teams den Aufstieg in die erste Liga NICHT zu schaffen (lol)

Der Anfang einer Geschichte mit Höhen und Tiefen, Erfolgen und Enttäuschungen aber vor Allem von Hingabe, Spaß und Freundschaft. Eine Schnapsidee, die nun ihren vorläufigen Höhepunkt findet mit 54 Mitgliedern und die Chance auf die Bundesliga.
Allez! Auf nach Gersweiler! Sky is no limit!
Ein Bericht von Devin
