Jahresrückblick 2019

Mein lieber Herr Pétanqueverein – was für 1 Jahr!

 

Puh ey, 2019, ey. Die Menschheit schreitet mit sicheren Schritten ihrem Ende entgegen aber eine Sache ist sicher: Der Stahlball e.V. ist und bleibt der geilste Pétanqueverein soweit das Auge reicht. 

Das Jahr ging ja schon ganz gut los: Mit Martin ist ein Stahlball als frisch gebackener „Babo Petanquo von Lene-Voigt-Park 2018“ ins neue Jahr gestartet und hat sich so lange in seinem Titel gesuhlt, dass er es 365 Tage später nicht für nötig hält seinen Titel zu verteidigen….wir finden: schwach.

Ansonsten gab der Januar noch eine schnuckelige Mitgliederversammlung her, in der nichts großartig Neues besprochen worden ist. Der Vorstand wurde wieder gewählt und sportlich soll weiter an der Weltherrschaft gearbeitet werden. Sprich: Zu erst einmal der Doppelaufstieg in die erste Ostliga.

Danach ging es erst mal wieder zurück in den Winterschlaf, in dem wir von einer Boulehalle in Leipzig träumten. Ende März wurde es dann aber einer kleinen Stahlballdelegation und Every-Stahlballs-Darling Karl zu bunt und die Saisonvorbereitung wurde in Südfrankreich begonnen. Bewaffnet mit Visitenkarten und Carreaux trugen wir den Namen Stahlball in die französische Boulewelt und holten uns noch ein paar Tipps beim Französischen Nationaltrainer Alain Bideau ab.

Im April wurde es dann ernst: Der erste Ligaspieltag in Leipzig stand an und die beiden neuformierten Teams STB Altrosa und STB Flieder schielten von der Pieke auf den Aufstieg an.

Die erste Begegnung war direkt die härteste: Stahlball gegen Stahlball – Klitschko gegen Klitschko – Barca gegen Real – Zeus gegen Jupiter. Eine Begegnung wie Michael Schuhmachers Ehrenrunde.

Im Endeffekt wurden Schwachpunkte in der Defensive aufgedeckt bei beiden Mannschaften, mehr noch bei Flieder, denen die Begegnung 0:5 um die Ohren flog. Hmpf. Dämlich deutlich.

Ansonsten wurde an dem Tag natürlich alles gewonnen. Normal.

Weiter im Business, die 2. Stahlball Open sollte organisiert werden und entwickelte sich zu einem großen Fest. Die anwesenden Stahlbälle glänzten an dem Tag eher vor und hinter der Theke als auf dem Platz, aber egal. Gewonnen haben Christian und Karen aus München. Und so freuen wir uns dieses Jahr wieder auf Besuch aus dem Süden, wenn es darum geht den Wanderpokal mit nach Hause zu nehmen.

2. Ligaspieltag dann der Schock:

9.30 Spielbeginn wegen der drei Begegnungen an dem Tag. Wahrlich eine grausame Uhrzeit für einen jeden Stahlball.

Vor unseren müden Augen bauten sich die hochmotivierten Teams aus Chemnitz und der Oberlausitz auf und spielten sich warm wie die Weltmeister während wir verzweifelt mit Kaffee und Käsebrötchen probierten auf die Welt klarzukommen.

Zack, flogen uns die Bälle um die Ohren. Alle 4 Tripletten gingen verloren.

:O

Ok, krass. Das war nicht vorgesehen. STB Altrosa ließ sich den Schock nicht anerkennen und gewann in bester Stahballmanier einfach alle 3 Doubletten. Sauber.

Flieder hingegen stand wild-entschlossenen und saustark aufspielenden Oberlausitzern gegenüber, gegen die an diesem Ort zu diesem Zeitpunkt einfach kein Stahl gewachsen war. 0:5 verloren. Schon wieder.

Auch wenn die anderen beiden Partien an dem Spieltag gewonnen wurden, war diese Niederlage ein schwerer Schlag und fühlte sich, wie sich herausstellen sollte zu Recht, wie eine Vorentscheidung um den Aufstieg an. (WIR SEHEN UNS WIEDER OBERLAUSITZ!! UND GNADE EUCH GOTT, WENN DANN NICHT FRÜH MORGENS IST!!!!11)

Auch wenn diese Niederlage sehr weh tat, galt es weiter zu machen. Ein großes Projekt stand an, und zwar der Bau eines neuen Bouleplatzes im grünen Herzen Leipzigs – im Richard-Wagner Hain. Unser neues Wohnzimmer sollte geschaffen werden und die Stadt und das Grünflächenamt kamen uns dabei entgegen.

            Dank der großartigen Initiative von Karl und Martin wurden mehrere große Arbeitseinsätze organisiert und am 1.6 war es dann so weit: das erste Leipziger Super-Melée findet statt und von da an jeden Freitag. Insgesamt haben 67 (!) verschiedene Spielerinnen und Spieler an 17 Super-Melées teilgenommen, an deren Ende, Ehre wem Ehre gebührt, Karl als Ranglistenerster stehen sollte. Carreau! Äh, Chapeau!

Vielen Dank nochmal an Karl und Martin für all die organisatorische Arbeit, die ihr in dieses Projekt gesteckt habt und danke an alle anderen, insbesondere Ziska, die mitgeholfen haben den Platz herzurichten und zu erhalten und sich Woche um Woche um Verpflegung gekümmert haben. <3 <3 <3

   

Ansonsten: Voller Fokus auf die anstehenden Landesmeisterschaften und Turniere. Und siehe da, es läuft wieder. Erst gewinnt Luki zusammen mit Lokalmatador Andreas die Copa in Dresden und dann der große Coup bei der LM Triplette:

Luki, Juli und Devin liegt die Kugel ganz gut in der Hand in der Dresdener Sonne und sichern sich den 2. Platz und damit das Ticket zur deutschen Meisterschaft. YEEHA!

Die 3 Hanseln auf der deutschen Meisterschaft

Dort wird dann zwar alles mehr oder weniger knapp verloren, aber hey, erste DM und wir werden wieder kommen. Versprochen!

Daneben gab es im Sommer auch noch mehr Turniersiege im PV Ost zu bejubeln:

Helena gewinnt zusammen mit Albert und Anja das Triplette in Halle (und gewinnt Bronze im Doublette).

Luki und Helena gewinnen den Grand Prix du Paradis in Jena.

Devin und Patrick gewinnen das GPdA-Turnier in Magdeburg.

Glückwunsch, die Titel werden alle verteidigt, okay?

Den dicksten Cash dieses Jahr gab es übrigens für Luki, Helena und Devin in Travemünde. Das erste Spiel wurde abgegeben gegen eine Bundesliga Delegation aus NRW, das zweite dann deutlich gewonnen. C-Turnier, voll okay. Nach dem Poule ins Meer und dann wieder rein ins Vergnügen. Und wie das Spaß gemacht hat, Spiel um Spiel macht es Klack und plötzlich ist es halb 2 in der Nacht und die 3 spielen das Finale auf dem Center Court unter Flutlicht. Auch wenn lange gegen gehalten wurde, kam der Gegner nie auf die Idee mal nicht Carreau zu schießen und am Ende musste sich der STB geschlagen geben.

Trotzdem hat auch Trave dieses Jahr dazu beigetragen, dass immer mehr Leute n Köttel inne Buchs rutscht, wenn sie den Namen Stahlball lesen.

Zurück in den Osten: Der entscheidende letzte Ligaspieltag auf den knochentrockenen Boden in Halle an der Saale. Die Ausgangssituation ist klar, STB Altrosa muss eine von zwei Begegnungen gewinnen um aufzusteigen, Flieder beide und ist auf Schützenhilfe angewiesen. Auch wenn an diesem Tag keine Kugel einfach von der Hand ging, startete der Stahlball den geforderten Durchmarsch und gewann alle Begegnungen.

Nur die Schützenhilfe für STB Flieder blieb leider aus, so dass die SG Oberlausitz sich verdientermaßen den zweiten Aufstiegsplatz hinter STB Altrosa holte und für STB Flieder die undankbare Bronze Medaille übrig blieb.

Nach dem Patzer letzte Saison, nun also endlich der Aufstieg in die erste Ostliga. Und da haben wir natürlich großes vor: Dresden vom Thron zu stoßen. Für die 2. Liga ist naturgemäß der Aufstieg das angepeilte Ziel.

Nur eine Woche später stand dann das nächste Großereignis an: Die Landesmeisterschaft der Damen im Reudnitzer Rosengarten. Wieder glänzte der Stahlball hinter und vor der Theke, doch dieses mal vor Allem auch auf dem Platz. Die versprungenen Kugeln und knappen Löcher von Hölle a.d. Saale schienen vergessen und Helena, Ziska und Ella starteten den Durchmarsch. Auf heimischen Terrain konnten selbst Urgesteine des PV Ost unseren 3 Ladys weder Wasser noch Pastis reichen.

Gold für das an Platz 5 gesetzte Team aus Leipzig. Wir ziehen unseren Hut tief, vor Allem vor Ella, die in ihrer ersten Saison als Lizenzspielerin mal eben allen gezeigt hat wo die Kugel hängt.

Leider konnten die 3 ihr Ticket zur Deutschen Meisterschaft aus terminlichen Gründen nicht lösen, machten durch ihren Verzicht aber den Weg frei für unseren Ur-Stahlball Christina, die mit ihrem 4. Platz bei der LM doch noch zur Deutschen fahren konnte. Wie schön. Friede, Freude, Stahlkuchen.

Die ganzen Erfolge dieses Jahr blieben auch bei den Verantwortlichen vom Landesverband nicht unbemerkt und so wurde sich dazu entschlossen, eine dicke Delegation vom Stahlball mit zum Länderpokal zu nehmen um beim jährlichen Ländervergleich den Osten zu repräsentieren.

Helena und Ziska traten für die Frauen an, Luki und Juli für die Herren II und unser Paul für die Espoirs. (hat hier irgendwer gewusst, dass er noch so jung ist?!?!?!)

Dazu noch der frisch gebackene Papa Jan als Coach für die Herren II.

Auch wenn es, wie die gesamten letzten Jahre auch, leider nicht daran zu denken war um den Titel mitzuspielen, lieferten alle Mitgereisten eine klasse Leistung ab, die auch überregionale Erwähnung fand. Hammer. Weiter so.

Beim Rückblick auf dieses Jahr, können wir einfach nur stolz auf uns sein, was wir in 2 Jahren Vereinsgeschichte erreicht haben. Wir haben seit Gründung unsere Mitgliederzahl verdreifacht, Dutzende Veranstaltungen auf die Beine gestellt, Pokale und Medailen gewonnen, einen eigenen Platz gebaut und zahlreiche junge Menschen zum Boulespielen gebracht.

Unsere frische, solidarische und offensive Spielart findet mittlerweile deutschlandweit Anerkennung  und  spätestens seit dem Länderpokal haben wir uns an der sportlichen Spitze des Landesverbandes etabliert.

Vielen, vielen Dank vom ganzen Herzen an alle die diesen Weg mitgegangen sind und ihre Zeit und Leidenschaft in das Projekt Stahlball gesteckt haben. Ich empfinde nichts als Liebe für euch, bin unglaublich stolz darauf was wir erreicht haben und bin sehr gespannt wo uns das ganze noch hinführen wird. In unserer kleinen Boulewelt haben wir Großartiges erschaffen!

Uns allen maximale Erfolge und Spaß im Jahr 2020. Ich ahne Großes!

XOXO Devin