Czech Petanque Saisonvorbereitung 23-25.01.2026

Der hart gefrorene Schnee knackt unter den Sohlen auf dem Weg in die Reithalle Terezin. Wintertrainingslager im Nachbarland, wofür sich Biene, Robin, Elando, Henri, Fux und Valo als Abordnung vom Stahlball ein Turnierwochenende mit Triplette und Doublette rausgesucht haben. Wer früh genug anreist, hat Zeit, die KZ-Gedenkstätte Theresienstadt mit seiner NS-Vergangenheit zu besichtigen. Dazu gibt es mehrere Museumsstandorte und Ausstellungen. Eindrücklich, bedrückend und wichtig, diese Orte zu besuchen. Für uns Besucher*innen liegt eine beklemmende Schwere in der Luft, wir sprechen über unsere Eindrücke und es ist gut, dass zwischen uns und dem Turnier noch eine Nacht liegt.

Zum Petanque:

Samstag geht es mit 33 Teams ins Triplette-Turnier auf tiefem Sandboden. Kein Kiesel weit und breit. Die Plombés fliegen um die Wette. Eine Kugel die 30cm zentral vor der Sau liegt wird in der Regel bei anderen Turnieren geschossen. In Terezin fällt die Bewertung eher defensiv aus und die Tschechen und Tschechinnen (auffallend hohe Frauenquote) legen munter eine nach der anderen zur Sau. Der weiche Boden trägt seinen Teil dazu bei, so dass wenn Schusskugeln das Ziel verfehlen diese teils direkt beim Landen auf Punkt liegen bleiben. Pardon Pardon, aber die Spieler*innen nehmen es gelassen. Drüber geschossen wird auf jeden Fall nicht, das scheint der tschechische Albtraum zu sein, kann die Schusskugel zu weit hinten ja keine Wunder im Bild vollbringen.
Insgesamt sehr faire, freundliche und angenehme Stimmung, wir als Touries mit Sprachbarriere knüpfen holprig erste Kontakte und werden zu anderen Turnieren eingeladen. Hach, wie geil ist bitte Boule und wie korrekt sind die Tschech*innen ❤️

Die Bilanz nach der Vorrunde kann sich sehen lassen. nach vier Schweizer Vorrunden qualifizieren sich die ersten 16 Teams, darunter beide Stahltripletten für die KO Runde. BTW die Abkürzung STB als Teamname in Zukunft vermeiden, so wurde die tschechische Stasi genannt. hoppala. Sonst waren wir aber gute Touris und haben keinen Ärger gemacht.

In der KO Runde werden die Plätze 6 <Henri, Biene, Fux> und 10 <Robin, Elando, Valo> in drei weiteren Spielen herausgearbeitet. Achja, Suppe gibt es immerzu direkt vom Herd, bereits im Startgeld einberechnet und durch die Hände von Barcheffe Georg, der extra aus Prag anreist und 24/7 für das Wohl aller da ist.

Sonntag Doublette, Biene und Robin haben uns auf ihren Langlaufski bereits verlassen und wir starten zu viert in einen neuen Turniertag. Wir kennen die Halle wie unsere Westentasche. Der Sandboden wurde durch die vielen gespielten Bälle vom Vortag komprimiert, Kugeln laufen sogar manchmal noch 20 cm nach dem Landen und der Boden ist besser zu bespielen. Bouleplätze müssen verdichtet werden, wir habens schon immer gesagt.
Vorrunde schmeckt Suppe schmeckt, Achtelfinale ist gebucht. Da ist dann Schluss für Henri und Elando. Fux und Valo ziehen ins Viertel ein, wo leider gegen die Turnierleitung Feierabend ist. Es werden alle Platzierungen ausgespielt. Henri und Elando landen auf Platz 10. Fux und Valo auf 5. Wir sind selig und zufrieden das Turnierwochenende ausgetschecht zu haben. Wer sich selbst in Terezin ausprobieren möchte, kann schon am 21. oder 22.2. dort das nächste Turnier finden. Die andere Gelegenheit wäre Ende August in Brno, dann wieder gegen tschechische U18 Nationalspielerinnen, aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit.
Danke für die stabile Turnierorga an den Club de Pétanque Loděnice und allen Anwesenden fürs Übersetzen, waren unsere Tschechisch-Kenntnisse doch sehr überschaubar.
Nicer Style děkujeme Terezin